Quelle: http://www.tierenzyklopaedie.de/tiere/nistkasten.html
Vögel finden heutzutage immer weniger Nistmöglichkeiten: Schuld daran
sind intensive Forst- und Agrarwirtschaft sowie übermäßig gepflegte
Parkanlagen. Mit Nistkästen im Garten können Sie daher einen aktiven
Beitrag zum Vogelschutz leisten. Um vielen verschiedenen Vogelarten in Ihrem Garten eine Heimat zu bieten, können Sie Nistkästen mit unterschiedlich großen Einschlupflöchern anbringen. Hängen Sie die aber nicht allzu dicht, damit die Vögel einen freien Anflug auf ihren Nistplatz haben - bei einer Gartengröße von 400 Quadratmetern sind vier bis fünf Kästen mit 8-10 Metern Abstand ausreichend. Material
Im Fachhandel finden Sie eine Vielzahl von Nistkastentypen. Idealerweise
sollten sie aus Holz, Holzbeton oder
Bimsbeton
sein, denn Kästen aus Kunststoff oder Metall haben fast keine Wärmedämmung
und lassen die Luft nur schlecht zirkulieren. Jedem das seine ![]() Jeder Vogel bevorzugt eine andere Art von Nistkasten. So nisten Blau-, Sumpf- , Tannen-, und Haubenmeise genauso wie Feldsperlinge gerne in einem Standardkasten mit etwa 25x25x45 cm Abmessung und einem kleinem Einflugloch von 27 mm Durchmesser. Das gleiche Modell mit etwas größerem Loch (ca. 32-35 mm) können Sie Kohlmeise, Haussperling, Gartenrotschwanz oder Kleiber anbieten.
Bachstelzen, Grauschnäpper oder
Hausrotschwänze hingegen beziehen lieber sogenannte
Halbhöhlen: Das sind Kästen in einem Ausmaß
von etwa 25x25x30 cm, die kein Einflugloch, sondern einfach eine halb offene
Vorderwand haben. Es gibt außerdem spezielle Baumläuferhöhlen, Spatzenhäuser,
Mauersegler-Nistkästen, Schwalben-Lehmbauten oder Schleiereulenkästen.Standort Dass die Kästen in katzen- und mardersicherer Höhe angebracht werden müssen, ist selbstverständlich. Aber auch die scheinbar harmlosen Eichhörnchen stellen eine Gefahr für ein Vogelnest dar und sollten daher nicht an die Eier oder Jungvögel herankommen.
Falls das Nest doch von Räubern erreicht werden kann, sollten Sie den Kasten
lieber umhängen - das ist immer noch besser, als
die Küken als Beute enden zu lassen. Ein Umzug von einigen Metern veranlasst die
Eltern normalerweise nicht, ihre Brut zu verlassen. Ach ja, ein weiterer
"Feind", wenn auch unbeabsichtigt, ist der neugierige
Spaziergänger! Auch vor ihm - oder spielenden
Kindern - sollten die Vogeleltern möglichst ihre Ruhe haben.Der Nistkasten kann an Mauern, Garagen, Balken, unter Dächern oder an Giebeln und natürlich in Bäume gehängt werden. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie gerade bei jungen Bäumen nicht einfach einen Nagel in die Rinde schlagen, der dann rostet und dem Baum schadet. Besser ist es, einen Drahtbügel über einen Ast zu hängen. Damit dieser die Rinde nicht einschneidet, ummantelt man ihn am besten mit einem Stück Gartenschlauch.
Wichtig ist auch, dass das Einflugloch in die
richtige Richtung zeigt, nämlich nach Südosten
oder Osten, da der Wind in der Regel aus
westlicher oder nordwestlicher Richtung kommt. Außerdem sollte das Einflugloch
leicht nach vorne geneigt sein, damit es nicht hineinregnen kann. Ideal ist
ein Platz unter einer schattigen Baumkrone, da sich das Vogelquartier
sonst in der prallen Mittagssonne stark aufheizt.
Bauplan einfacher Nistkasten Das verwendete Holz sollte unbehandelt sein und eine Dicke von 20 mm besitzen. ![]()
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