Der Ziergarten im Juni

Arbeiten, die jetzt wichtig sind:

Aussaat

Hornveilchen, Stockrosen und Goldlack werden jetzt in Anzuchtbeeten oder Töpfen in sonniger Lage ausgesät. Im nächsten Jahr blühen sie üppig. Sie können auch direkt ins Beet gesät werden. Achten Sie beim Jäten auf die Sämlinge.

Ausputzen

Damit Stauden und Sommerblumen kräftiger blühen, sollten Sie die verwelkten Blüten abschneiden, bevor sich Samen bilden.

Bart-Iris pflanzen



Ein guter Zeitpunkt, Bart-Iris zu pflanzen, ist direkt nach ihrer Blütezeit. Setzen Sie die Wurzelstöcke dicht unter die Erdoberfläche in nicht zu feuchte Böden.


Stecklinge


Buchs, Sommerflieder und Bauern-Hortensie können Sie jetzt vermehren. Etwa 10 cm lange Triebe schneiden und in Anzuchterde stecken. Angießen und mit transparenter Abdeckung hell, aber nicht vollsonnig, platzieren. Ab und an lüften. Nach einigen Wochen pflanzt man die bewurzelten Stecklinge ins Beet aus.


Formgehölze

Schneiden Sie Kugeln und Kegel aus Buchs und Eibe jetzt noch mal in Form.

So blüht es unter Bäumen

Das Problem kennt fast jeder Hobbygärtner: Die Bäume und Sträucher im Garten wachsen und gedeihen, aber darunter sieht’s eher trist aus, weil weder der Rasen noch das Blumenbeet sich halten können.
Besonders schwierig zu unterpflanzen sind Bäume wie Spitz-Ahorn und Birke. Sie durchwurzeln den Oberboden intensiv und graben anderen Pflanzen sprichwörtlich das Wasser ab. Auch im Wurzelbereich von Rosskastanie und Buche tun sich andere Pflanzen schwer – hier allerdings wegen der ungünstigen Lichtverhältnisse. Gut zu unterpflanzen sind dagegen Apfelbaum, Vogelbeere, Apfeldorn, Eiche und Kiefer.

Die idealen Pflanzen – auch für Standorte unter schwierigen Bäumen – sind Stauden, die ihre Heimat im Wald haben und an den ständigen Konkurrenzkampf mit den Bäumen um Wasser und Licht gewöhnt sind. Trotzdem brauchen auch sie gute Startbedingungen, um im dichten Wurzelgeflecht Fuß fassen zu können.
Der beste Zeitpunkt für die Anlage von Beeten unter Bäumen ist jetzt im August. Grund: Die Bäume haben ihr Wachstum fast abgeschlossen und entziehen dem Boden nicht mehr so viel Wasser. Für die Stauden reicht die Zeit bis zum Winteranfang jetzt noch aus, um gut einzuwachsen und sich für den Konkurrenzkampf im nächsten Frühjahr zu wappnen. Wer’s mal versucht hat, weiß, wie schwierig es ist, einen stark durchwurzelten Boden umzugraben. Es bekommt auch den Bäumen nicht gut, weil dabei zwangsläufig die Wurzeln verletzt werden. Befreien Sie stattdessen die Fläche vom Unkraut und suchen Sie mit dem Spaten nach größeren Lücken zwischen den Wurzeln. An diesen Stellen heben Sie die Pflanzlöcher aus, verbessern den Aushub mit reifem Kompost und setzen die Pflanzen ein. Zum Schluss sollten Sie pro Quadratmeter etwa zehn Liter Kompost auftragen und den Boden mit Rindenmulch (gehäckselte Baumrinde) abdecken. Der 5–10 cm dicke Belag hält die Feuchtigkeit im Boden und reichert ihn mit Humus an. Verzichten Sie auf eine Aufschüttung mit zusätzlicher Erde, denn das vertragen die meisten Bäume nicht. Wenn Sie aufschütten müssen, lassen Sie um den Stamm herum einen mindestens 20 cm breiten Bereich frei.

Kontrollieren Sie schon im Frühling die Bodenfeuchte, denn während des Austriebs und der Hauptwachstumsphase (bis Ende Juni) entziehen die Bäume dem Boden viel Wasser. Außerdem wirken die Kronen wie ein Regenschirm und lenken den Niederschlag nach außen ab.

Sie können Bäume auch mit Sträuchern unterpflanzen. Efeu ist ein robuster Kriech- oder Kletterstrauch, der selbst im tiefen Schatten unter Bäumen wächst. Auch Kirschlorbeer, Stechpalme und Eibe halten der Licht- und Wurzelkonkurrenz gut stand. Sommergrüne Sträucher wie Alpen-Johannisbeere, Arten und Sorten (der Schneebeere) und fast alle Heckenkirschen eignen sich ebenfalls für den Baumschatten.

Blütenstars für den Schatten



Lichtarme Flächen unter Bäumen sind nicht zwangsläufig auch blütenarm. Es gibt verschiedene Stauden, die auch bei wenig Sonnenlicht noch reichlich Blütenknospen ansetzen. Der Wald-Scheinmohn ist zwar kurzlebig, sät sich aber an geeigneten Standorten aus. Der Fingerhut ist ebenfalls eine kurzlebige Waldstaude, die sich bereitwillig über Samen verbreitet. Durch seine enorme Blütenfülle fällt der Pracht-Storchschnabel auf. Er ist auch im Halbschatten noch sehr blühfreudig. Die Herbst-Anemone sorgt im Spätsommer und Herbst für Blütenpracht.