Rosen pflegen im Sommer



Gießen
In den trockenen Sommermonaten wird das Gießen oft zum unnötigen Problem. Rosen haben tiefe Pfahlwurzeln, die mitunter 1 Meter nach unten reichen.
In dieser Tiefe findet die Pflanze ausreichend Wasser, um sich zu versorgen. Stehen Rosen viele Stunden in der Sonne, reicht es aus, die Rosenstöcke ein- bis zweimal pro Woche kräftig im Wurzelbereich zu wässern.

Rosen nicht von oben gießen. Feuchtigkeit auf den Blättern fördert Pilzinfektionen, wie Sternrußtau. Das reicht schon, wenn häufiger Regen diesen Befall hervorruft. Blätter, die einen weißen, mehligen Belag oder braune, bzw. schwarze Flecken aufweisen, am besten sofort abzupfen und in den Müll werfen
(nicht auf den Kompost!), um die Verbreitung der Infektion zu verhindern.



Der Sommerschnitt ist auch eine der wichtigsten Arbeiten im Sommer, die man an Rosen vornimmt. Bei Einmalblühenden Rosen muss man das Verblühte nicht unbedingt abschneiden, sie setzen nach der Blüte hübsche Hagebutten an. Ist dies nicht gewünscht, kann man das Verblühte natürlich abschneiden. Bei Rosen, die öfter im Jahr blühen, sollte man das Verblühte regelmäßig entfernen. Dazu setzt man die Rosenschere unterhalb der ersten fünffach gefiederten Blatt an.
Strauch- und Kletterrosen kann man über dem nächsten oder übernächsten Blatt schneiden.

Geschnitten wird immer schräg, glatt und ca. 5 mm über einem Auge, das in die Richtung weist, in die der neue Trieb wachsen soll. Abgestorbene und absterbende Triebe werden immer bis aufs gesunde, weiße Mark entfernt. Dünner Wuchs wird weggenommen, damit die Pflanze ihre Energie auf produktive Triebe konzentriert. Große Wunden werden mit einem Verschlussmittel verschlossen. Geschnitten wird während die Pflanze ruht, nie aber bei Frost.

Neu geschnittene Rosen werden streng zurückgeschnitten, damit sie kräftige Sprosse und Wurzeln entwickeln. Moderne Rosen blühen an diesjährigen Trieben und werden daher ebenfalls stark - bis auf ca. 5 Knospen - zurückgeschnitten. Nur Kletterrosen werden vor allem in den ersten beiden Jahren kaum geschnitten. Es werden nur tote und kranke Triebe entfernt.


Rosen düngen - Sommerdüngung

Nach der ersten Blüte bekommen die Rosen eine neue Ladung Dünger. Am besten Kompost, oder etwas organischen Dünger. Nicht zu viel, höchsten zwei-drei Hände voll. Die letzte Düngung sollte Ende Juli/Mitte August erfolgen. Wenn die Rosen zu spät gedüngt werden, können ihre Triebe nicht mehr ausreifen bis die kalte Jahreszeit kommt. Das kann zum Erfrieren der Triebe führen.

Auch im Sommer gilt es, den Boden regelmäßig aufzulockern, damit sich die Erde nicht verdichten kann. So wird der Boden gut durchlüftet, und das Wasser kann besser in der Erde versickern, und die Wurzeln mit Feuchtigkeit versorgen.