Rund um die Schnecke

Schnecken in unseren Gärten können zu einem echten Ärgernis werden. Kaum haben wir liebevoll etwas gepflanzt oder gesät, ist es auch schon wieder weg gefressen. Und wer war der Übeltäter?
Na klar, die Schnecken natürlich.

Nun stellt sich die Frage, was tun? Natürlich könnten wir uns frühmorgens auf die Lauer legen, die kleinen Monster stellen und dann ermorden. Genau so gut könnten wir Sie vergiften, Schneckenkorn gibt's ja in allen Variationen. Nur ist dies zum einen mit Arbeit verbunden, das frühe Aufstehen gar nicht mal mitgerechnet, und zum anderen könnte das Gift ja auch dem einen oder anderen Nützling übel mitspielen.
Nun können wir dem ganzen aber auch aus dem Weg gehen, indem wir gar nicht erst "Schneckenfutter" in unsere Gärten pflanzen, sondern uns die Pflanzen aussuchen, die verschmäht werden oder nur in ganz geringem Maße für die lieben Tierchen interessant sind.
Hierbei handelt es sich hier z.B. um:       

                             
Akelei Buschwindröschen Prachtspiere
Bärenklau Bergenie Christrose
Ehrenpreis Entenschnalbelfelberich    Fetthenne
Frauenmantel Geisbart Glockenblume
Himmelsleiter Küchenschelle Lichtnelke
Pfingstrose Phlox Schafgarbe
Schwertlilie Tränendes Herz Zierlauch u.v.mehr
Bartnelke Begonie Fingerhut
Maßliebchen Geranie Gladiole
Jungfer i. Grünen   Kapuzinerkresse Kornblume
Lobelie Löwenmaul Schmuckkörbchen   
     
Endivie Feldsalat Kresse Lauch
Rhabarber Rucola Spargel Zwiebeln
Bärlauch Bohnenkraut Currykraut Knoblauch
Majoran Rosmarin Schnittlauch Thymian
Bartblume Buchs Erika Fingerkraut   
Fuchsie Heidekraut Heiligenblume Immergrün
Jasmin Lavendel Azalee Rosen
Blutgras Chinaschilf Pampasgras Frauenfarn
Hirschzungenfarn    Sternmoos Streifenfarn Marbel
Spierstrauch      
und natürlich noch viele Pflanzen mehr, die wir hier gar nicht alle aufführen können. Ihr Gärtner vor Ort kann Ihnen über weitere Pflanzen die relativ Schneckenresistent sind, Auskunft geben.

Abwehrmaßnahmen gegen Schnecken

Nimmt die Schneckenplage trotzdem Invasionsmäßige Züge an,können wir Ihnen auch ohne Gift Herr werden. Im nachfolgenden geben wir Ihnen einen kleinen Auszug von nützlichen Tips. Auch hier gibt es natürlich noch viele Möglichkeiten mehr, wenn man mal in Ruhe darüber nachdenkt:

Natürliche Feinde:
  • Frösche und Kröten
  • Blindschleichen
  • Eidechsen

  • fühlen sich besonders wohl in Teichen und Trockenmauern.
  • Igel
  • Maulwürfe
  • Spitzmäuse
  • viele Vogelarten

  • pflanzen Sie Früchte tragende Büsche und hängen Sie Nistkästen auf.
Jauche spritzen aus:
  • Begonie
  • Efeu
  • Farnkraut
  • Holunder
  • Komposterde
  • Lavendel
  • Moos
  • Wermut

  • stellen Sie Brühe her und gießen Sie die entsprechenden Flächen.
Barrieren aufbauen aus:
  • Fliegen
  • Gemüsefliegennetze
  • Gartenfliese
  • Pflanzhüte
  • Schneckenzäune
  • und Wassergräben
Bewässern:
  • möglichst nur morgens und punktuell den Wurzelbereich gießen
  • trockener Boden schränkt den Bewegungsradius der Schnecken ein
Bodenstruktur verbessern:
  • So oft wie möglich oberflächlich hacken und den Boden anschließend eben ziehen.
  • Hacken stört und vertreibt Schnecken und feiner, glatter Boden bietet keine Verstecke.
Bierfallen aufstellen:

Aber Vorsicht! Bier zieht Schnecken an. Unter Umständen zieht es auch die aus Nachbars Garten zu Ihnen rüber. Gut für den Nachbarn – schlecht für Sie!

Sie sehen also:

Es muss nicht immer gleich die chemische Keule sein, die eingesetzt wird. Mit ein bisschen Geduld und Hilfe der Natur können wir die alljährliche Schneckenplage auch auf natürlichem Wege in den Griff bekommen.