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Kompost, Das schwarze Gold... Echten Gärtnern widerstrebt es, Gartenabfälle mit dem Hausmüll zu entsorgen. Daraus lässt sich nämlich Kompost - das "schwarze Gold des Gärtners" - herstellen.
Ein optimaler Kompostplatz hat drei Behälter. Im ersten
sammeln Sie alle Abfälle
und setzen daraus im zweiten einen Haufen wie folgend auf: Mischen Sie dabei
grobe Abfälle (Strauchschnitt) mit feinen (Rasenschnitt), feuchte (verdorbene
Äpfel) mit trockenen (Herbstlaub) und nährstoffreiche (Gemüsereste) mit
nährstoffarmen (Holzhäcksel). Sie dürfen die Abfälle nicht verdichten,
denn
Sauerstoffmangel verursacht Fäulnis: Das Material zersetzt sich
unvollständig und verströmt einen üblen Geruch.![]() Nach etwa drei Monaten füllen Kompostprofis die halb verrotteten Abfälle in den dritten Behälter um. Dieses Umsetzen fördert die Durchlüftung und führt dazu, dass sich das Volumen noch einmal erheblich reduziert. Im dritten Behälter erreicht der Kompost nach durchschnittlich Dieses sieben Monaten das sogenannte Reifestadium. Die meisten Bestandteile sind jetzt gut zersetzt und das schwarze Material Dieses riecht nach Waldboden. Das anstrengende Umsetzen können Sie sich sparen, wenn Sie die Abfälle gleich sorgfältig aufsetzen und wie beschrieben mischen. Füllen Sie lagenweise eine dünne Schicht halb zersetzten Kompost ein, um die Verrottung in Gang zu bringen. Ohne Umsetzen bleiben in den Randbereichen oft schlecht zersetzte Reste zurück. Diese können Sie bei der nächsten Kompostierung wieder mit einarbeiten. Was darf auf den Kompost?
Im eigenen Kompost verwandeln sich organische Abfälle in wertvollen Humus. Doch
was darf man alles auf den Kompost geben und was nicht?Die folgenden Abfälle können Sie auf dem Kompost entsorgen:
Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke vor dem Kompostieren unbedingt gut eintrocknen lassen. Diese Abfälle haben im Kompost nichts verloren:
Hier wird's ganz schön heiß! Wenn Sie Ihren Kompostbehälter mit frischen Abfällen gefüllt haben, steigt die Temperatur im Innern binnen kurzer Zeit sprunghaft an - Dieses bis zu 70 °C. Die Wärmeentwicklung ist ein Zeichen dafür, dass spezielle Bakterien und Pilze mit dem Abbauprozess beginnen. Durch die Hitze werden gleichzeitig schädliche Bakterien, Pilze und Unkrautsamen abgetötet (Hygienisierung). Aber: Das funktioniert nur bei guter Durchlüftung und nur im Innern des Haufens. Mit dem Kompost-Thermometer können Sie den ungefähren Reifegrad bestimmen, denn nach der heißen Vorrotte sinkt die Temperatur bis zum Reifestadium langsam auf Bodentemperatur ab. Der gesamte Prozess dauert im Durchschnitt zehn Monate, hängt aber stark von der Außentemperatur ab. |
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