Weg mit Moos und Rasenfilz!

Auf das Vertikutieren im Frühjahr sollten Rasenbesitzer nicht verzichten. Das Gerät kämmt mit vertikal rotierenden Messern aus Metall die Grasnarbe durch und entfernt dabei Moos und alten Rasenschnitt.

Dieser sogenannte Rasenfilz beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung der Rasenwurzeln und hemmt deren Wachstum. Der optimale Zeitpunkt zum Vertikutieren ist gekommen, wenn die Winternässe abgetrocknet ist, der Boden sich leicht erwärmt hat und der Rasen mindestens einmal gemäht wurde - je nach Witterung ab Ende März. Stellen Sie das Gerät so ein, dass die Messer den Boden nur ein bis zwei Millimeter einritzen. Steht die Messerwalze zu tief, werden die Gräserwurzeln geschädigt und das Gerät ist schwerer zu führen. Bearbeiten Sie die Fläche in parallelen Bahnen in Längsrichtung und anschließend noch einmal quer. So entfernen Sie den Rasenfilz nahezu vollständig und es entsteht ein charakteristisches Schachbrettmuster. Kommt es z.B. auf schattigen Flächen erneut zu Filz und Moos, können Sie den Rasen im Spätsommer ein zweites Mal vertikutieren. Nach dem Vertikutieren sollten Sie den Rasen düngen, auf Lehmböden zusätzlich Sand in die Grasnarbe streuen. Nach einigen Wochen ist der Rasen wieder grün.

TIPP

Der Vertikutierer eignet sich zwar gut, um Moosreste und Rasenfilz zu entfernen, gegen Unkräuter ist er aber nur eingeschränkt wirksam. Wenn Ihr Rasen stark verunkrautet ist, sollten Sie das Gerät so tief einstellen, dass es die Grasnarbe rund 5 mm tief einritzt. Zwar werden auch die Gräser geschädigt, sie erholen sich aber schneller als Ausläufer bildende Unkräuter wie Klee und Ehrenpreis, die man auf diese Weise gut dezimieren kann. Wichtig: nach dem Vertikutieren Rasendünger ausbringen.