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Blattlausbekämpfung - Die Blattlaus bekämpfen
Die Blattlaus gehört zur Familie der Pflanzenläuse und zählt zu den bekanntesten
Pflanzenschädlingen. Weitere Gartenschädlinge sind Schnecken, der Maulwurf und
die Wühlmaus. Das erwachsene Tier ist ca. 1 - 4 mm groß, geflügelt oder
ungeflügelt, und hat am Hinterleib zwei nach hinten gerichtete Saugrüssel. Die
kleinen, hauptsächlich grünen oder schwarzbraunen Tierchen, befallen am liebsten
junge Triebe, Blattunterseiten und Blüten und machen durch ihr massenhaftes
Auftreten und ihre rasante Vermehrung den Gärtnern das Leben schwer.
Schadbild:
Beim Einstechen injizieren sie ihren Speichel in die Pflanzen. Dies führt
zu Verfärbungen und Aufwölbungen. Mit ihrem Saugrüssel können die Blattläuse
gezielt die Leitungsbahnen der Pflanzen anzapfen. Diese Saugtätigkeit verursacht
Verkrüppelungen der Triebe. Im Extremfall können ganze Partien vertrocknen und
absterben. Auf dem ausgeschiedenen Honigtau (klebrige zähe Masse) siedeln sich
oft Rußstaupilze an, die den Blättern ein schmutziges Aussehen geben. Vor allem
aber können Blattläuse die gefürchtete Virus-Pflanzenkrankheit übertragen.
Hierbei ist es am besten die ganze Pflanze zu vernichten.
Bekämpfung der Blattläuse
Vorbeugung:
Die beste Vorbeugung ist das Ansiedeln von nützlichen "Gegenspielern" wie
Marienkäfern, Ohrwürmern, Schwebfliegen, Florfliegen und Schlupfwespen. Trockene
Luft vermeiden - Luftfeuchtigkeit anstreben (im Wintergarten bzw. Glashaus)!
Chemische Bekämpfung: Durch Fungizide: sie dringen in das Blatt und werden von
den Schädlingen durch den Pflanzensaft aufgenommen.
Biologische Bekämpfung: Durch Pyrethrum: ein bewährtes Mittel gegen saugende
Insekten.
Hausmittel:
Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Die abgefallenen Insekten finden
nicht mehr zurück und werden Beute der Nützlinge.
Spritzungen mit Brennnesseljauche:
(Brennnessel 24 Stunden in Wasser einweichen - das eingelagerte Silizium macht
die Blätter der Pflanzen hart und erschwert den Schädlingen das Zustechen)
Spritzungen mit Brühe:
hierbei muss man die dazugehörigen Kräuter 24 Stunden einweichen, danach
aufkochen und ca. 20 Minuten sieden lassen. Brühe kann man aus Tomatenblättern
und Stängeln, sowie aus Rhabarberblättern herstellen.
Begiessen mit Nikotinsud (Zigarettenkippen einweichen, ein paar Tage stehen lassen)
oder Schmierseifenlösung (1 Teelöffel Brennspiritus, 1 Teelöffel Schmierseife,
1 ltr. Wasser).
Besprühen mit Rapsöl! Gelbsticker gegen fliegende Blattläuse !
Bei Zimmerpflanzen reicht es die gesamte
Pflanze 24 Stunden ins lauwarmes Wasser zu tauchen!
Diese Prozedur überstehen die Blattläuse nicht.
Rosen schützt man vor Blattläusen indem man
dazwischen Lavendel pflanzt oder dicht an jeden Rosenstock eine Knoblauchzehe steckt.
Hausmittel helfen nicht sofort , nur regelmässiger Einsatz bringt Erfolg.
Wichtig:
Nicht zuwarten, bis die Pflanze total befallen ist, sondern die
Schädlinge frühzeitig bekämpfen!
TIPP
Keine Chance für Läuse: Locken Sie Marienkäfer, Goldauge und Schwebfliegen in den
Garten. Ihr Nachwuchs vertilgt Unmengen an Blattläusen.
Beliebtes Nützlingsdomizil:
ein Holunderbusch oder ein Brennnesselhorst in einer wenig
genutzten Gartenecke.
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